Hernienchirurgie

Unter einer Hernie (Bruch) versteht man eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke. Dabei können Eingeweideteile wie Fettgewebe oder Darm durch die Bruchlücke aus dem Bauchraum  austreten. Dadurch kann eine Vorwölbung an der Körperoberfläche entstehen. Besonders häufig kommen Hernien an der Leiste und im Nabelbereich vor, wobei Hernien auch an anderen Stellen auftreten können. Kommt es im Bereich von Operationsnarben zu einer Hernienbildung, so spricht man von einer Narbenhernie.

Die Probleme und Beschwerden, welche Hernien verursachen sind unterschiedlich. Hernien können zu Schmerzen führen oder auch zu schwerwiegenden Komplikationen.  Es kann zu einer Abklemmung der sich in die Hernie vorwölbenden Darmteile kommen, welche in weiterer Folge zu einem Darmverschluss oder zum Absterben von Darmteilen führt und dann eine Notoperation notwendig macht. Da sich eine Hernie nie von selbst zurückbildet, sollte ein Leistenbruch operativ behandelt werden. Eine Hernie kann mittels einer laparoskopischen Operation (Schlüsselloch Chirurgie) oder einer offenen Operation versorgt werden.

Hernien

Bei der laparoskopischen Operation werden über 3 kleine Hautstiche eine Kamera und 2 Arbeitsinstrumente in die Bauchhöhle eingeführt. Die Operation erfolgt mit Blick auf einen Monitor. Der Bruch kann vom inneren der Bauchhöhle mit einem Kunststoffnetz verschlossen werden. In den ersten Tagen nach der Operation ist eine körperliche Schonung sehr wichtig, damit der Bruch nicht wieder auftritt.