Chirurgie der Gallenwege und Gallenblase

Operationen an der Galle, d.h. der Gallenblase und den Gallenwegen umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Eingriffe bei gut- und bösartigen Erkrankungen. Die operative Entfernung der Gallenblase beim Steinleiden gehört zu den häufigsten operativen Eingriffen überhaupt.

Gallensteine kommen sehr häufig vor. Nicht immer bereiten sie Probleme. Dennoch können sie zu krampfartigen Oberbauchschmerzen – auch Gallenkoliken genannt – führen. Manchmal wandern die Gallensteine auch in den Hauptgallengang. Dort verlegen sie die gemeinsame Mündung mit dem Gang der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist die Folge.

Therapie der Wahl ist die Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie), die heute meistens laparoskopisch (Schlüsselloch Chirurgie) durchgeführt werden kann. Das bedeutet, dass unter Vollnarkose über 3-4 kleine Hautschnitte Sonden und eine Kamera in den Bauch eingeführt werden, mit welchen die Gallenblase über Blick auf den Monitor aus dem Leberbett herausgelöst und entfernt wird.

Gallenchirurgie, Gallensteine

Nach dem laparoskopischen Entfernen der Gallenblase können die meisten Patienten bereits am 2. Tag nach der Operation das Spital verlassen. Sportliche Aktivitäten und hohe körperliche Belastungen sollten in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Operation eingeschränkt werden.